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Emden Das "Schepken Christi"

Die Gemeinde Emden gehört mit ihren ca. 7.500 Gemeindegliedern zu einer der größte Gemeinden in der Evangelisch-reformierten Kirche, deren Kirchenamt sich in Leer befindet.
Für den nordwesteuropäischen Protestantismus reformierter Prägung kommt der reformierten Gemeinde Emden eine einzigartige Bedeutung zu. Die Emder Gemeinde wurde zeitweise als "Moderkerk" (Mutterkirche) bezeichnet oder als "Genf des Nordens", weil von ihr wesentliche theologische Impulse ausgingen.

Das Portal an der Großen Kirche, jetzt Johannes a Lasco Bibliothek, zeigt das "Schepken Christi", mit der Umschrift:

"Godts Kerk vervolgt verdreven heft Godt hyr Trost gegeven"

Gemeint ist die Gewährung von Asyl für Tausende von Glaubensflüchtlingen aus Flandern, Brabant und den Niederlanden im 16.Jahrhundert. Als Dank für die gewährte Unterstützung und Aufnahme in der Stadt haben die Flüchtlinge nach ihrer Rückkehr dieses Portal im 17. Jahrhundert gestiftet. Das Zeichen des Schiffes ist bis heute auch im Logo der Reformierten Kirche zu finden. Von Emden gingen ebenfalls entscheidende Impulse für die Grundsätze reformierten Kirchenverständnisses aus, die bis heute prägend geblieben sind, maßgeblich durch die Emder Synode von 1571. Die Betonung der Herrschaft Christi in der Kirche, die jede menschliche Herrschaft in der Gemeinde ausschließt, wurde hier in Worten formuliert, die fast unverändert Eingang in die Verfassunggrundsätze der Landeskirche gefunden haben.